Essen im Altag - mein Alltag als Foodbloggerin

Essen im Alltag in Deutschland gehört zu meinem Alltag wie der erste Kaffee am Morgen. Und trotzdem ist es oft genau das, was zwischen Terminen, To-do-Listen, Familie und Erschöpfung irgendwo dazwischenrutscht. Als Foodbloggerin schreibe ich viel über Genuss, gutes Essen und schöne Momente – aber mein Alltag sieht nicht jeden Tag so aus, wie man es auf Social Media häufig sieht.

Ich blogge nicht hauptberuflich. Foodbloggen ist für mich ein Hobby, ein Ausgleich, etwas, das ich neben meinem normalen Alltag mache. Und dieser Alltag besteht aus zwei Töchtern, einem Mann, Arbeit, Haushalt und allem, was sonst so dazugehört. Genau deshalb möchte ich heute über etwas sprechen, das viele kennen, aber selten zeigen: Essen im Alltag – zwischen Anspruch, Realität und Zeitmangel.

Mein Alltag in der Küche – ehrlich und ungeschönt

An manchen Tagen koche ich mit Ruhe, habe Lust auf neue Ideen und nehme mir bewusst Zeit. An anderen Tagen entsteht das Essen zwischen Hausaufgaben, Terminen und dem nächsten Programmpunkt. Dann gibt es oft genau solche einfachen Alltagsgerichte wie Käse-Sahne-Nudeln. Nicht selten passiert es mir, dass ich erst nach dem Essen merke, dass ich gar kein Foto gemacht habe.

Dann ist der Teller leer, das Licht weg – und der Moment vorbei.

Mein Alltag ist kein Dauer-Foodshooting. Er ist lebendig, manchmal chaotisch und selten perfekt. Und auch wenn ich Foodbloggerin bin, sieht nicht jede Mahlzeit so aus, als wäre sie für einen Blog oder Instagram gemacht. Genau das wollte ich mir lange nicht eingestehen.

Genuss im Kleinen: was für mich wirklich zählt

Ich habe gelernt, Genuss neu zu definieren. Nicht über das perfekte Bild, sondern über den Moment selbst.

Wenn wir als Familie gemeinsam am Tisch sitzen.
Wenn es kurz ruhig wird.
Wenn Essen nicht nebenbei passiert, sondern bewusst.

Gerade im Alltag sind es oft die kleinen Dinge, die zählen. Wenn wir als Familie gemeinsam am Tisch sitzen und eine einfache heiße Suppe löffeln. Nicht das aufwendig angerichtete Gericht, sondern das Gefühl, sich kurz Zeit zu nehmen – auch wenn es nur ein paar Minuten sind.

Anspruch, Social Media und der Vergleich

Manchmal frage ich mich, ob viele Foodblogger auf Social Media das hauptberuflich machen. Wie sie es schaffen, regelmäßig zu posten, perfekte Bilder zu zeigen, scheinbar immer das richtige Licht und die nötige Zeit zu haben.

Meine eigenen Fotos wirken dagegen manchmal weniger „schön“. Nicht, weil das Essen schlechter ist – sondern weil der Alltag dazwischenkommt. Weil das Licht nicht passt. Weil jemand wartet. Oder weil schlicht die Zeit fehlt.

Und ja, es gibt Phasen, in denen längere Pausen zwischen meinen Beiträgen entstehen. Nicht aus fehlender Lust, sondern aus dem ganz normalen Leben heraus. Das anzunehmen war ein Prozess.

Was mir im Alltag wirklich hilft

Heute versuche ich, meinen Anspruch realistischer zu gestalten. Nicht niedriger – sondern passender zu meinem Leben.

Das bedeutet:

  • Pausen zuzulassen
  • Unperfekte Bilder nicht sofort abzuwerten
  • Wiederholungen zu akzeptieren
  • Mir bewusst zu machen, dass dieser Blog mein Hobby ist – kein Vollzeitjob

Essen soll mir Freude machen, nicht zusätzlichen Druck erzeugen.

Warum Alltagessen genauso wichtig ist wie besondere Gerichte

Wir essen jeden Tag. Nicht nur am Wochenende, nicht nur zu besonderen Anlässen. Genau deshalb ist das Alltagessen so prägend – für uns selbst, aber auch für unsere Familie.

Für meine Töchter ist nicht das perfekte Bild entscheidend, sondern die gemeinsame Zeit. Für mich ist es zunehmend genauso.

Mein heutiger Umgang mit Essen und Bloggen

Heute bedeutet gutes Essen für mich nicht mehr, alles richtig zu machen. Es bedeutet, bewusst zu entscheiden, mit dem, was gerade möglich ist. Mal kreativ, mal einfach. Mal dokumentiert, mal nur für uns.

Dieser Foodblog darf wachsen, sich verändern und Pausen haben. Er ist Teil meines Lebens – nicht dessen Mittelpunkt.


Wie erlebst du Essen im Alltag?
Zwischen Familie, Arbeit, Anspruch und Genuss – ich freue mich über deine Gedanken in den Kommentaren.


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lifebyschmidt