
Eine selbst gemachte Rotweinsoße passt für mich besonders gut zu Gerichten, die ein bisschen festlicher sein dürfen. Dabei muss die Zubereitung gar nicht kompliziert sein: Mit Rotwein, Rinderbrühe, etwas Gemüse und ein paar Gewürzen entsteht eine aromatische Soße, die sich beispielsweise wunderbar zu Rindfleisch servieren lässt.
Besonders praktisch finde ich, dass sich die Rotweinsoße gut in die Vorbereitung eines größeren Essens integrieren lässt. Während sie langsam einkocht, kannst du dich um die anderen Bestandteile kümmern – und wenn Gäste kommen oder ein Feiertagsessen ansteht, lässt sich einiges bereits vorbereiten.
Rotweinsoße selber machen – einfacher als gedacht
Für eine aromatische Rotweinsoße brauchst du keine komplizierte Küchentechnik. Entscheidend ist vor allem, den einzelnen Zutaten etwas Zeit zu geben: Zwiebel und Möhre werden zunächst angeröstet, anschließend kommt Tomatenmark dazu. Nach dem Ablöschen mit Rotwein darf die Soße langsam einkochen.
Durch Rinderbrühe und Thymian bekommt sie zusätzlichen Geschmack. Zum Schluss wird alles fein püriert und die Soße so lange weiter reduziert, bis die Konsistenz für dich passt. Optional kannst du sie mit etwas Butter oder einem Schuss Sahne abrunden.
Diese Zutaten machen die Rotweinsoße aromatisch
Die vollständigen Mengen findest du unten in der Rezeptkarte. Einige Zutaten sind für den Geschmack der Soße aber besonders wichtig:
- Rotwein: Er bildet zusammen mit der Rinderbrühe die Grundlage der Soße und sorgt für das typische Aroma.
- Rinderbrühe: Sie bringt Würze und einen herzhaften Geschmack in die Soße.
- Zwiebel, Möhre und Knoblauch: Das Gemüse wird zunächst angeröstet und bildet eine aromatische Basis.
- Tomatenmark: Es wird kurz mitgeröstet und gibt der Soße zusätzlich Geschmack.
- Thymian: Er passt mit seinem würzigen Aroma sehr gut zu Rotwein und Rindfleisch.
- Butter oder Sahne: Beides ist optional. Damit kannst du die fertige Soße am Ende noch etwas abrunden.
Welcher Rotwein eignet sich für Rotweinsoße?
Für die Rotweinsoße verwende ich einen trockenen Rotwein, der mir auch geschmacklich gefällt. Du brauchst dafür keinen besonders teuren Wein, ich würde aber auch keinen Rotwein verwenden, den du überhaupt nicht gerne trinken würdest.
Ein Merlot eignet sich beispielsweise gut. Du bist aber nicht auf eine bestimmte Rebsorte oder ein bestimmtes Herkunftsland festgelegt.
So bekommt die Rotweinsoße richtig Geschmack
Bei der Zubereitung sind vor allem ein paar einfache Schritte wichtig:
- Gemüse anrösten: Zwiebel und Möhre zunächst in Olivenöl anbraten. Den Knoblauch erst etwas später dazugeben.
- Tomatenmark mitrösten: Gib das Tomatenmark nicht direkt mit der Flüssigkeit in den Topf, sondern röste es kurz mit dem Gemüse an.
- Mit Rotwein ablöschen: Anschließend kommt der Rotwein dazu und darf einige Minuten offen reduzieren.
- Langsam einkochen: Rinderbrühe und Thymian ergänzen und die Soße bei kleiner Hitze etwa 30–40 Minuten köcheln lassen.
- Pürieren und abschmecken: Zum Schluss wird die Soße fein püriert. Ist sie dir noch zu dünn, kannst du sie anschließend noch etwas weiter reduzieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und nach Geschmack mit etwas Butter oder einem Schuss Sahne abrunden – fertig ist die selbst gemachte Rotweinsoße.
Wozu passt Rotweinsoße?
Besonders gerne mag ich Rotweinsoße zu Rindfleisch. Sehr gut passt sie zum Beispiel zu meinen klassischen Rinderrouladen.
Dazu kannst du beispielsweise mein klassisches Kartoffelgratin und Rotkohl servieren. Die Kombination aus Rouladen, Rotkohl, Kartoffelbeilage und Rotweinsoße eignet sich beispielsweise auch sehr gut für ein klassisches Weihnachtsessen.
Wenn es etwas unkomplizierter sein soll, sind auch Kartoffelecken aus dem Ofen eine mögliche Kartoffelbeilage.
Kann ich Rotweinsoße vorbereiten?
Gerade wenn Gäste kommen oder du ein größeres Essen planst, kannst du die Rotweinsoße gut vorbereiten. So musst du nicht gleichzeitig Fleisch, Beilagen und Soße fertigstellen.
Beim späteren Erwärmen würde ich die Soße langsam erhitzen und anschließend noch einmal die Konsistenz prüfen. Ist sie inzwischen zu dick geworden, kannst du sie mit etwas Flüssigkeit wieder anpassen. Ist sie noch zu dünn, lässt du sie einfach noch etwas einkochen.
Butter oder Sahne zum Abrunden kannst du auch erst beim abschließenden Erwärmen dazugeben.
Häufige Fragen zur Rotweinsoße
Welcher Rotwein eignet sich für Rotweinsoße?
Verwende am besten einen trockenen Rotwein, der dir auch geschmacklich gefällt. Merlot ist beispielsweise eine gute Möglichkeit. Ein bestimmtes Herkunftsland ist für die Soße nicht erforderlich.
Wozu passt Rotweinsoße?
Rotweinsoße passt besonders gut zu Rindfleisch und Rinderrouladen. Als Beilagen eignen sich beispielsweise Kartoffelgratin oder andere Kartoffelbeilagen sowie Rotkohl.
Kann man Rotweinsoße vorbereiten?
Ja. Die Rotweinsoße lässt sich vorbereiten und später langsam wieder erhitzen. Prüfe beim Erwärmen noch einmal die Konsistenz und passe sie bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit an oder lasse die Soße noch etwas weiter reduzieren.
Wie wird Rotweinsoße sämiger?
In diesem Rezept entsteht die sämigere Konsistenz vor allem durch das Einkochen und das pürierte Gemüse. Ist dir die Soße nach dem Pürieren noch zu dünn, kannst du sie ohne Deckel weiter reduzieren lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Rotweinsoße

Zutaten
- 250 ml trockener Rotwein empfehlenswert: ein Pinotage oder ein Merlot
- 1 Zwiebel
- 1 Möhre
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 4 EL Tomatenmark
- 1 TL Zucker
- 500 ml Rinderbrühe
- 1 TL frische Thymianblätter oder 1/2 TL getrockneter Thymian
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional: 1 EL Butter/ Schuss Sahne für mehr Geschmeidigkeit
Anleitungen
- Zwiebel und Möhre schälen und würfeln. Knoblauch schälen und fein hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebel und Möhre kurz anbraten. Knoblauch dazugeben und weitere 1–2 Minuten mitbraten.1 Zwiebel, 1 Möhre, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Olivenöl
- Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Zucker dazugeben.4 EL Tomatenmark, 1 TL Zucker
- Mit dem Rotwein ablöschen und etwa 5 Minuten offen köcheln und reduzieren lassen. Anschließend Rinderbrühe und Thymian dazugeben.250 ml trockener Rotwein, 500 ml Rinderbrühe, 1 TL frische Thymianblätter oder 1/2 TL getrockneter Thymian
- Die Rotweinsoße bei kleiner Hitze etwa 30–40 Minuten köcheln lassen. Anschließend fein pürieren. Ist dir die Soße noch zu dünn, lasse sie ohne Deckel noch etwas weiter reduzieren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Geschmack mit 1 EL Butter oder einem Schuss Sahne abrunden.Salz und Pfeffer, Optional: 1 EL Butter/ Schuss Sahne
Notizen
• Die Sauce wird nach dem Einkochen püriert. Dadurch trägt auch das Gemüse zur Konsistenz bei.
• Für eine dickere Sauce nach dem Pürieren einfach noch etwas weiter reduzieren.
• Butter oder Sahne sind optional und können zum Schluss zum Abrunden ergänzt werden.
• Die tatsächliche Ausbeute in ml wird beim nächsten Kochen noch überprüft.
