Klassische Bratkartoffeln mit Zwiebeln auf einem Teller

Richtig gute Bratkartoffeln sind außen goldbraun und knusprig, während sie innen schön weich bleiben. Dafür brauchst du weder viele Zutaten noch eine komplizierte Zubereitung – ein paar kleine Details beim Schneiden und Braten machen aber einen großen Unterschied.

Für dieses Rezept verwende ich gekochte, vollständig ausgekühlte Kartoffeln. Sie lassen sich gut in gleichmäßige Scheiben schneiden und bekommen in einer heißen Pfanne eine besonders schöne Kruste. Dazu kommen Zwiebeln und ein paar einfache Gewürze – mehr braucht ein klassisches Bratkartoffel-Rezept eigentlich nicht.

Was du vorher wissen solltest

Für knusprige Bratkartoffeln eignen sich festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln besonders gut. Sie behalten beim Schneiden und Braten ihre Form und zerfallen nicht so schnell.

Ideal sind bereits gekochte und vollständig ausgekühlte Pellkartoffeln. Du kannst sie sogar am Vortag kochen und über Nacht im Kühlschrank lagern. Dadurch werden sie fester und lassen sich leichter schneiden.

Die Kartoffelscheiben sollten ungefähr 4 bis 5 Millimeter dick sein. Sehr dünne Scheiben verbrennen schneller, während zu dicke Scheiben länger brauchen, bis sie eine gleichmäßige Kruste bekommen.

Auch die Pfanne spielt eine Rolle. Gut geeignet sind beispielsweise eine schwere Edelstahl- oder gusseiserne Pfanne. Wichtig ist vor allem, dass die Kartoffeln genügend Platz haben. Liegen zu viele Scheiben übereinander, entsteht mehr Dampf und sie werden eher weich als knusprig.

Als Bratfett eignet sich ein hitzebeständiges Pflanzenöl. Etwas Butter kannst du später für zusätzlichen Geschmack ergänzen.

So werden Bratkartoffeln richtig knusprig

Bratkartoffeln werden besonders knusprig, wenn du ausgekühlte Kartoffeln verwendest, die Pfanne ausreichend erhitzt und die Kartoffelscheiben mit genügend Abstand brätst. Lass sie zunächst einige Minuten ungestört braten und wende sie erst, wenn sich auf der Unterseite eine goldbraune Kruste gebildet hat.

Darauf kommt es besonders an:

  1. Kartoffeln vollständig auskühlen lassen. Warme, feuchte Kartoffeln bräunen schlechter.
  2. Die Pfanne gut vorheizen. Erst dann Fett und Kartoffeln hineingeben.
  3. Nicht zu viele Kartoffeln gleichzeitig braten. Im Zweifel lieber zwei Portionen zubereiten.
  4. Nicht ständig wenden. Die Kartoffeln brauchen Kontakt zur heißen Pfanne, damit eine Kruste entstehen kann.
  5. Erst wenden, wenn sie gebräunt sind. Wenn sich die Scheiben noch fest am Pfannenboden halten, brauchen sie meist noch etwas Zeit.
  6. Zwiebeln später dazugeben. Sie garen deutlich schneller als die Kartoffeln und können sonst verbrennen.

Tipps & Varianten

Das klassische Rezept lässt sich mit wenigen Zutaten abwandeln.

Mit Zwiebeln: Für mich gehören Zwiebeln zu klassischen Bratkartoffeln einfach dazu. Gib sie erst dazu, wenn die Kartoffeln bereits deutlich Farbe bekommen haben.

Mit Speck: Kleine Speckwürfel machen die Bratkartoffeln herzhafter. Brate sie am besten zuerst aus, nimm sie kurz aus der Pfanne und gib sie später wieder dazu.

Mit Kräutern: Frische Petersilie oder Schnittlauch passen sehr gut und werden erst kurz vor dem Servieren darübergegeben.

Mit Ei: Wenn du aus den Kartoffeln ein vollständiges Pfannengericht machen möchtest, passt auch Ei dazu, z.B. wie in meiner Kartoffelpfanne mit Gemüse und Ei.

Was passt zu Bratkartoffeln?

Bratkartoffeln sind sehr vielseitig und funktionieren sowohl als Beilage als auch als einfaches Hauptgericht.

Klassisch passen zum Beispiel:

Mehr über die Kartoffel findest du in meinem Beitrag Kartoffeln – die heimlichen Alleskönner . Weitere einfache Alltagsgerichte findest du in der Feierabendküche und in meiner Familienküche.

Meine Erfahrung

Am besten hat funktioniert bei mir die Zubereitung mit vorwiegend festkochenden Kartoffeln, die ich vorher zu Pellkartoffeln gekocht habe. Bevor ich sie in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneide, lasse ich sie immer etwas abkühlen. Dann brechen sie nicht so schnell auseinander. Entscheidend für leckere knusprige Bratkartoffeln sind außerdem ausreichend Platz in der Pfanne und etwas Geduld beim Braten. Wenn die Kartoffeln nicht ständig bewegt werden, kann sich wesentlich leichter eine gleichmäßige goldbraune Kruste bilden.

FAQ zu Bratkartoffeln

Welche Kartoffeln eignen sich am besten für Bratkartoffeln?

Festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln eignen sich besonders gut. Sie bleiben beim Schneiden und Braten stabil und bekommen eine schöne Kruste.

Macht man Bratkartoffeln aus rohen oder gekochten Kartoffeln?

Beides ist möglich. Für dieses Rezept werden gekochte und vollständig ausgekühlte Kartoffeln verwendet. Sie sind schnell fertig und lassen sich besonders gut gleichmäßig knusprig braten.

Wie werden Bratkartoffeln richtig knusprig?

Verwende ausgekühlte Kartoffeln, erhitze die Pfanne gut und gib nicht zu viele Kartoffelscheiben gleichzeitig hinein. Lass sie mehrere Minuten ungestört braten und wende sie erst, wenn die Unterseite goldbraun ist.

Warum werden meine Bratkartoffeln matschig?

Häufig sind zu viel Feuchtigkeit, eine zu volle Pfanne oder zu häufiges Wenden die Ursache. Dann dämpfen die Kartoffeln eher, anstatt direkt auf der heißen Pfannenfläche zu braten.

Kann ich die Kartoffeln bereits am Vortag kochen?

Ja. Das ist sogar sehr praktisch. Die Kartoffeln können vollständig auskühlen und lassen sich am nächsten Tag besonders gut in gleichmäßige Scheiben schneiden.

Kann man Bratkartoffeln wieder aufwärmen?

Ja. Am besten erwärmst du sie erneut in einer heißen Pfanne mit wenig Fett. So werden sie deutlich knuspriger als beim Erwärmen in der Mikrowelle.

Klassische knusprige Bratkartoffeln

Klassische Bratkartoffeln mit Zwiebeln auf einem Teller
Gericht Beilage, Hauptgericht
Portionen 4 Portionen
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 50 Minuten
Klassische Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln – außen goldbraun und knusprig, innen schön weich und mit Zwiebeln einfach in der Pfanne zubereitet.

Zutaten
  

  • 800 g gekochte vollständig ausgekühlte Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL hitzebeständiges Pflanzenöl
  • 1 EL Butter alternativ: Bratöl oder Butterschmalz
  • Salz
  • Pfeffer
  • optional etwas Paprikapulver
  • optional frische Petersilie oder Schnittlauch

Anleitungen
 

  • Die gekochten und vollständig ausgekühlten Kartoffeln pellen und in etwa 4 bis 5 Millimeter dicke Scheiben schneiden.
    800 g gekochte
  • Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen oder Würfel schneiden.
    2 Zwiebeln
  • Eine große Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe gut vorheizen. Das Öl hineingeben.
    3 EL hitzebeständiges Pflanzenöl
  • Kartoffelscheiben möglichst nebeneinander in der Pfanne verteilen. Bei einer kleineren Pfanne lieber in zwei Portionen arbeiten.
  • Die Kartoffeln zunächst etwa 4 bis 5 Minuten ungestört braten, bis die Unterseite goldbraun ist.
  • Vorsichtig wenden und auch die zweite Seite bräunen. Die Kartoffeln dabei nicht ständig bewegen.
  • Sobald die Kartoffeln bereits deutlich Farbe haben, Zwiebeln und Butter hinzufügen.
    1 EL Butter
  • Alles weitere 10 bis 15 Minuten braten, bis die Zwiebeln gar und die Kartoffeln rundherum goldbraun und knusprig sind.
  • Mit Salz, Pfeffer und nach Wunsch etwas Paprikapulver abschmecken.
    Salz, Pfeffer, optional etwas Paprikapulver
  • Direkt servieren und nach Belieben mit frischen Kräutern bestreuen.
    optional frische Petersilie oder Schnittlauch
  • Die Pfanne nicht überfüllen und die Kartoffeln nach dem Einlegen zunächst in Ruhe braten lassen. Erst wenn sich eine goldbraune Kruste gebildet hat, wenden.
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